Wer darf bestimmen was Geocaching ist?

geschrieben am 7. März 2010 um 19:54 von Marc

Gleich vorweg, jeder der sich gleich Angegriffen fühlt der darf sich gerne so fühlen. Ich greife allerdings niemanden an, wenn sich jemand so fühlt dann nur deshalb weil er genau das Problem hat das ich hier Beschreibe.

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor das es Menschen gibt, die meinen sie würden festlegen dürfen, was Geocaching ist. Da wird sich über Caches in Bäumen beschwert, sich über die vielen Fragezeichen aufgeregt, es wird sich über die Kleidung unterhalten beim Cachen und ich meine sogar mal gehört zu haben das es Vorschriften zum Essen während unseren allen Hobby gibt.

Bisher war ich immer der Meinung das es gerade die Vielfallt ist die unser Hobby ausmacht. Die einen suchen nur Leitplanken Micros zu tausenden, die anderen klettern auf Bäume und in Höhlen und schaffen davon 100 im Jahr. Wiederum andere beschäftigen sich mehr als 1 Jahr mit einem Mysterie und bekommen dafür genau einen Punkt. Und jeder von den genannten wird Spaß haben, obwohl sie alle an sich völlig verschieden an Geocachen hergehen. Manchmal kommt es zu Überscheidungen der Lager, dann geht halt der Leitplangen-tausender mit dem Mysterie Einer zusammen los und sie machen einen Rätsel-Cache an einer Leitplanke. Punkt für beide. Oder der Kletterer tut sich mit dem Rätsler zusammen und kann so einen Punkt machen. Und alle haben Spaß am Hobby.

Warum in aller Welt kann man nicht einfach einen Cache liegen lassen der einem keinen Spaß macht? Ist das Symbol auf der Landkarte wichtiger als Spaß am Hobby? Muss jeder alles könnnen?

Darf jemand über den Spaß der anderen bestimmen? Ich finde nein. Wenn sich jemand partout nicht mit gewissen Spielarten von Geocaching anfreunden kann, so soll er sich ein anders Hobby suchen, aber soll auf alle Fälle die anderen in Ruhe ihrem liebsten Hobby nachgehen lassen. Toleranz ist es eben auch andere Gewohnheiten zu akzeptieren und Menschen die anders denken neben sich bestehen zu lassen.

Ich übrigens mag: eigentlich alle Caches. Über manche Fluche ich zwar gewalltig, aber dennoch respektiere ich sie am Ende als ein Werk eines Menschens der das gleiche Hobby hat wie ich.

Und eines zum Abschluss. Ich habe mittlerweile sehr viele sehr nette Menschen über mein Hobby kennengelernt und die meisten davon Cachen so wie sie es mögen und lassen andere es genau so tun …

Marc (aka geomarc)

19 Kommentare zu “Wer darf bestimmen was Geocaching ist?”

  1. Grauer Star sagt:

    …. schon immer mein Reden: „erlaubt ist, was gefällt“ und „leben & leben lassen“. 🙂 Aber man sagt ja auch „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Wird Zeit, das die bösen Nachbarn sich ein anderes Hobby suchen ;-).

    Grüße aus Bingen Grauer Star

  2. ammi1184 @ GC sagt:

    Word! Top Beitrag!!!

  3. grisu1702 sagt:

    Hallo Marc,

    Deinen Beitrag kann ich zu 100% unterschreiben. Klasse getroffen.

    Schönen Gruß aus dem Teufelsmoor.

    Andreas aka grisu1702

  4. Migido sagt:

    Vielen Dank für Deinen Beitrag, der mir aus der Seele gesprochen hat.
    Er sollte als Leitartikel im grünen Forum dienen – jeder, der ein Posting abgeben will, muss ihn vorher einmal durchlesen… 😉
    Gruß aus Dortmund
    Migido

  5. Schrottie sagt:

    Leben und leben lassen – Cachen und cachen lassen! Völlig richtig. Allerdings scheint Dir die Intention des jeweiligen Aufbegehrens nicht so ganz klar zu sein. Geht es doch schließlich in den meisten Fällen nicht darum, das jemand die „Homezone“ freicachen will oder einfach keinen Cache liegen lassen kann, In den meisten Fällen geht es darum, das manch Cachetyp durchaus problematisch werden kann – und wie man dafür Lösungen finden kann. Sei es der Mystery, der einen guten Cache verhindert weil man einfach nicht rauskriegt wo das Teil liegt, sei es der Höhlencache, der im NSG doch recht kritisch untergebracht ist, sei es der Baumklettercache der seinen „Träger“ über Gebühr schleift. Gemeinsam, und das kann man gar nicht oft genug betonen, gemeinsam muß man darüber reden und Lösungen suchen. Nur dann ist allen geholfen und wir können „einfach mal nur cachen gehen“…

    Insofern ist Dein Topic völlig falsch gewählt, schließlich will niemand bestimmen „was Geocaching ist“. Sich durch ein pauschales: „Meckert nicht, rennt einfach los und lasst jeden tun wie er will“, und nichts anderes hast Du hier geschrieben, nimmt man sich lediglich selbst aus der Verantwortung und ist somit letztlich mit Schuld, wenn das Hobby den Bach runtergeht, wenn es immer mehr staatliche Restriktionen gibt und irgendwann niemand mehr Dosen suchen gehen kann. Denk mal drüber nach!

  6. Max sagt:

    Vielleicht mag das Problem in anderen Gegenden nicht so extrem sein, aber hier in der Hauptstadt sind in der letzten Zeit fast nur noch Mysteries rausgegekommen, von denen viele nur von einem sehr geringen Teil gelöst werden können (D > 3). Da man nicht weiß wo die liegen ohne sie gelöst zu haben, ist es dann auch immer schwieriger selbst Tradis oder Multis legen zu können.

    Unter diesen Umständen und der Tatsache, dass es eben auch keine Virtuals bei GC.com mehr gibt und diese nun eher als Waymarking möglich sind, ist es doch klar, dass bei einigen der Wunsch nach einer entsprechenden eigenen Plattform da ist um selbst den wesentlichen Teil des Geocachings, dem Wandern in der Natur nachkommen zu können.

    Ich mag auch gern mal ein Rätsel, das setzt aber voraus, dass es sich mir auch gleich erschließt, ich also erkenne worin die Aufgabe besteht und nicht vor einer leeren Seite sitze und man keinen Ansatz hat.

  7. Geoadmin sagt:

    Da war doch der NDR-Buzzer – jeder cacht wie er will. Und damit macht man sich das Cacherleben auch viel leichter, einfach nur das suchen was einem gefällt. Irgendwann reichts einem dann aber auch mal, wenn nur noch Kluchschnackerdosen mit Fragezeichen in der Homezone liegen. Das anzumerken, das einem das nicht gefällt, muss erlaubt sein. Wie die Fragezeichendosenleger dann damit umgehen ist deren Ding, keiner will denen dabei Vorgaben machen. Soweit muss die Meinungsfreiheit schon gehen anmerken zu dürfen wenn es nicht gefällt.

  8. Helgules sagt:

    Hallo,

    @Geoadmin:
    Kritische Anmerkungen sind schon erlaubt, allerdings wird oft das Listing als Forum mißbraucht und sich dabei im Tonfall vergriffen.

    mfG

    Helgules

  9. D-Buddi sagt:

    Solche Aussagen wie von Schrottie sind es die mir Angst machen, da wird gleich noch mal festgestellt das der Topic falsch ist 😎 Dann kommt als nächstes vermutlich wieder ein Verein?? Oder Megacaching.com, oder Opencaching.de oder was noch?? Jeder soll machen wie er will und wenn welche übertreiben werden sie es so oder so tun!

    Aber zum Glück sind die meisten eher der Meinung der Artikel trifft es, das macht Hoffnung!

  10. Schrottie sagt:

    @D-Buddi: Du weißt aber schon, das derart persönliche Angriffe, einhergehend mit Verschwörungstheorien über diverse Vereine und/oder Geocachingplattformen nicht wirklich zielführend sind, oder?

  11. Ghostrider sagt:

    Klar tut der Leitplankenmicro keinem weh und auch ein großer Anteil an Mysteries die man vielleicht wegen ihrer Komplexität nicht lösen kann sind meiner Meinung nach kein Problem. Aber Caches an Polizeistationen, Ministerien, an Landtagen oder anderen öffentlichen Einrichtungen kommen für mich in letzter Zeit einfach zu häufig vor und führen zu Problem. Wenn man hier nicht das Wort ergreifen darf, wann dann. Scheinbar geht es nicht ohne Regeln, wenn wir uns die nicht selbst auferlegen, werden sie uns auf kurz oder lang von Oben diktiert. Einfach jeden machen lassen was er will ist keine Lösung.

  12. iKArus sagt:

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich gehe eigentlich davon aus, dass einem alleine schon der gesunde Verstand sagt, dass jeder sein Hobby so angehen soll, wie er mag. Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel. 😉

  13. D-Buddi sagt:

    @schrottie

    das ist kein persönlicher Angriff sondern eine Meinung nämlich das mir solche Aussagen Angst machen! Leider hast du mehr hineingedeutet als es gibt, ich halte nix von Verschwörungstheorien und selbst wenn sie waren interessieren sie mich nicht! Es ist schlicht so das mir ab und an das Geschreibsel auf den Keks geht, d.h. in meinen Augen ist:

    manch Cachetyp durchaus problematisch werden kann – und wie man dafür Lösungen finden kann. Sei es der Mystery, der einen guten Cache verhindert weil man einfach nicht rauskriegt wo das Teil liegt, sei es der Höhlencache, der im NSG doch recht kritisch untergebracht ist, sei es der Baumklettercache der seinen “Träger” über Gebühr schleift. Gemeinsam, und das kann man gar nicht oft genug betonen, gemeinsam muß man darüber reden und Lösungen suchen

    schlicht quatsch da es nur in einer wirkliche Community funktioniert die es beim Cachen aber gar nicht gibt denn der Großteil interessiert sich nicht fürs diskutieren, die wollen Cachen und ignorieren die „Cachermedien“ einfach 😎

    Und ich finde es nervig das immer wieder Vorstösse kommen die nur in vereinsähnlichen Strukturen funktionieren, ein Teufel wer da vermutet das einige sich gleich als Vorsitzende zur Verfügung stellen würden 😎

  14. D-Buddi sagt:

    tja was hier durchkommt ist das immer gleiche Problem, jeder sieht wieder andere Caches als ein Problem, aus welchen Gründen auch immer… Und solange das bleibt wird das Gekabbel auch bleiben 8-/ Ignorieren scheint nicht möglich zu sein…

  15. Scottlyle sagt:

    Hallo Marc,

    wie der Bremer Drache schon schrieb = 100 % Zustimmung !
    Denke aus den von dir vorgenannten Gründen ziehen sich immer mehr Leute zurücck und machen ihr eigenes Ding. Frei nach dem Motto cachen statt schnacken / posten….

    Grüße
    SL

  16. schuhhirsch sagt:

    Dafür!
    Wer wirklich „Probleme“ mit ungelösten Fragezeichen, nicht erreichbaren T5ern oder dreckigen Leitplanken hat, sollte das Problem vielleicht von anderer Seite her angehen, eventuell mithilfe fachkundiger psychologischer Unterstützung.

    Sich über illegale Dosen zu mokieren, find ich in Ordnung, das hat kaum etwas mit Vorlieben zu tun (oder doch?), aber ansonsten doch jedem Tierchen sein Pläsierchen…

  17. alligateuse sagt:

    Hallo Marc,

    das von dir Geschilderte ist kein spezielles Problem der GeocacherInnen. Das ist ein Problem der Menschen. Schau dich um, in fast jedem Hobby gibt es die Sektierer, die Separatisten, die Meckerpötte, die Beleidigten, die … Wir Menschen sind einfach nicht in der Lage, Andersdenkende oder -handelnde zu akzeptieren oder zu tolerieren und wollen ihnen häufig unseren eigenen Stempel aufdrücken.

    Die Menschen müssten fähig sein, das „Leben und Leben lassen“ im ursprünglichen Sinn auszuleben, frei zu sein und jeden anderen Menschen, egal welcher Nationalität, Hautfarbe oder politischen Überzeugung zu tolerieren. Das ist aber leider nicht so. Warum sollte es dann bei den GeocacherInnen anders sein?

    Für mich ist Geocaching ein Hobby, das ich nun schon im 8. Jahr betreibe. Es macht mir immer noch sehr viel Spaß, und ich bin viel unterwegs. Auch ich habe Vorlieben und Abneigungen. Mysteries mag ich auch nicht sonderlich, eben weil ich lieber raus gehe und weg vom meinem PC, vor dem ich eh schon den ganzen Tag hocke. Aber ich löse sie auch mitunter, wenn ich Lust habe. Unser Hobby hat mittlerweile so viele Facetten, es tummeln sich eben alle möglichen Typen Mensch beim Geocaching, da ist es nicht verwunderlich, wenn eben auch Auswüchse negativer Art zunehmen. Aber, es gibt doch auch immer wieder Situationen, wo man sich freut, dass einem andere Cacher einfach weiterhelfen, Logbücher ersetzen, Wartung für eine nasse Dose machen oder einem gute Tipps geben.

    Wenn man mehr das Positive sieht, dann verblasst das Negative mit der Zeit. Man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen und sich nicht über Dinge/Cacher aufregen, die das Spiel anders sehen. Man kann sie nicht ändern. Es kann eine friedliche Koexistenz unterschiedlichster Cacher-Typen geben!

    In diesem Sinne, munter bleiben und Dosen suchen 😉

    Grüße,
    Annett

  18. MayBe sagt:

    Klasse Beitrag, dem ich voll zustimme! Sehr erfrischend mal nicht das leidige Gejammer zu lesen, bei dem einem das Ignorieren zunehmend schwerer fällt.
    LG MayBe

  19. wo kann ich sagt:

    „Soweit muss die Meinungsfreiheit schon gehen anmerken zu dürfen wenn es nicht gefällt. Helgules“ – exzellent! 😉

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