Unfreundlich oder nur ehrlich?

geschrieben am 20. April 2009 um 15:32 von xibalba01

Da heisst es in einem Cache 500m vor meiner Haustür:


Und außerdem: Fand XXX ja schon als Kind schwer beeindruckend – eine Sechs-Straßen-Kreuzung! Und das in Buxtehude! Ergo: Ihr werdet mit allerlei neugierigen Blicken zu rechnen haben, denn der Cache wird euch sozusagen auf dem Präsentierteller gereicht.
Kein Stift im Cache.“

Mein Log dazu:
„Wow, am Sonntag um 10.00 Uhr hatte ich mit einer deutlich ruhigeren Situation am GroundZero gerechnet.
Das Cafe war schon voller Weisshaariger, die Kreuzung reichlich bestückt mit Fussgänger- Radfahr- und Automuggels. Geht denn heutzutage gar keiner mehr in die Kirche?
Als die Ampel in meine Richtung ein leuchtend grünes „Geh los!“ signalisierte, folgte ich dieser Aufforderung ohne zu zögern und ging.“

Warum bedanken sich andere dafür und schreiben sogar noch von einer „witzigen Idee“??

12 Kommentare zu “Unfreundlich oder nur ehrlich?”

  1. JR849 sagt:

    Heutzutage wird wirklich alles bedost und alle bedanken sich dafür…
    Wo wird das nur enden? 🙁

  2. minddavid sagt:

    Unglaublich. Das erinnert mich an einen Cache 500m vor unserer Haustür: „Hier ist mein Freund vom Fahrrad gefallen.“ Das Ding ist ein Nano an einem Gasleitungsschild, das als Hundeklo benutzt wird (kein Busch in <50cm Entfernung, die Hunde werden auch immer fauler… 😉

  3. -jha- sagt:

    Ich sehe das Log weder als unfreundlich, noch als ehrlich an.
    Ein mental vielleicht anders begabter Cacheowner wird es vielleicht lustig finden und sich bestätigt fühlen, den nächsten Kreisverkehr ebenfalls zu bedosen.

    Oder anders: Warum hast Du nicht mit „+1“ gelogt? Dann wäre es für jeden verständlich gewesen.

  4. Marc sagt:

    Wir haben dort den FTF gemacht und haben tatsächlich weniger Probleme mit Muggels gehabt. Wobei man sagen muss das der Cache 20m weiter platziert genau den gleichen Zweck erfüllt hätte wie er es jetzt tut.
    Frage wäre hier ob man den Owner nett fragt und um eine Verlegung bittet bevor vielleicht noch etwas passiert oder der Cache weg ist? Da bin ich mir echt unsicher. Was meint ihr?

  5. Carsten sagt:

    Ich sehe das wie -jha-. Das Log ist weder unfreundlich noch ehrlich und es ist zweifelhaft, ob der Owner überhaupt versteht, was du ihm vielleicht sagen willst. In und um Lüneburg werden übrigens gerade entweder Kreisverkehre oder Bäume bedost. Viel erinnert da nicht mehr an das gute alte Geocaching 🙁

    @Marc: Was wäre schlimm daran, wenn so ein Cache wegkommt? Nichts! Und wenn ein Owner die Cacher so auf den Präsentierteller schickt, muss er damit auch rechnen.

  6. D-Buddi sagt:

    @Carsten: dafür haben wir hier eine ganze Anzahl Caches die es geradezu darauf anlegen erwischt zu werden, das soll den „Kick“ ausmachen… Die „Wächter“ wissen angeblich immer Bescheid, dennoch gab es immer wieder Ärger weil dann doch mal wieder ein „Wächter“ nicht Bescheid wusste. Ist das Hobby noch nicht in Mißkredit dann schaffen eine Handvoll Cacher das ganz sicher noch 8-(

    Schau dir mal die Pathologie an, der Bonus ist seit Ewigkeiten disabled da er mittlerweile weit hinter dem Zaun liegt, und die Umgebung dort überwacht wird. Dennoch liest man dauernd Logs die ganz stolz berichten das sie am Wachdienst vorbei, blablabla… Hier in Harburg gibt es einen neuen LPC dessen Zuweg argwöhnisch von einigen Blockwarten überwacht wird in den man aber von der anderen Seite reinkommt. Nun sollte man eigentlich vorsichtig mit diesem empfindlichen Plätzchen sein. Und siehe da, die ersten haben den endlich Nachts gemacht damit man das Licht dann auch Kilometerweit sehen kann…

    Kurz und Gut, gegen fehlendes Nachdenken ist einfach kein Kraut gewachsen und ja, das Hobby wird immer platter werden, allein schon aus zwei Gründen:

    1. Owner drehen mittlerweile am Rad, Naturschutzgebiete, Privatgelände und wenn du länger als 3 Stunden einkaufen gehst mußt du damit rechnen das dein Haus zum LPC erklärt wurde. Dazu sind die Cache wahlweise in eine Hundehäufchen gesteckt oder nur mit Tauch-, Kletter- und Flugausrüstung zu erreichen nachdem ein Rätsel gelöst wurde das einen min. IQ von 280 erfordert.
    2. Panzercacher die alles verwüsten, selbst ein Betonblock von 5*5*5 Meter dürfte nach einer Woche komplett aufgelöst sein, dabei interessiert die weder Naturschutz noch sonst irgendwas.

    Es geht doch auch nicht mehr darum schöne Orte in der Natur zu sehen, nein, heute ist die Foundzahl in unendlich viel Variationen wichtig, die FTFs, die T5er, die Matrix, die Bundesländer, die Länder in Europa oder sonstwas… Was auch immer, hauptsache höher, schneller, weiter.

    Einzige Hoffnung ist das die Handy-Cacher-Horden irgendwann zu GPS-Games oder sonst einem Kindergarten weiter wechseln, aber das wird wahrscheinlich noch lange dauern. Ein Cachen wie vor 2-3 Jahren wird es eher nicht mehr geben. Das ist jetzt auch nicht als Geheule, Elitedenken oder sonst was für Quatsch einem so vorgeworfen wird zu verstehen sondern einfach als aktueller Zustandsbericht.

  7. xibalba01 sagt:

    Wie man solche Caches findet wurde mir heute via Watchlist mit einem Found-Log mitgeteilt:

    „Heute auf Einkaufsrunde diesen kleinen gleich mit aufgesucht.
    Auf die klassiche Art mit Google Earth und dem richtigen Gesprür.
    Der Nano ist nicht zu schwer Versteckt und sollte recht schnell gefunden werden, womit man sich nicht lange am Versteck aufhalten braucht. Einfach Nano kurz auf die andere Seite (quasi im Vorbeigehen) mitnehmen, drüben loggen und beim Zurückgehen wieder verstecken. Kein Problem
    Ach ja, und Hinweis nicht vergessen!
    …“

    Danke dafür!

    Aber mal im Ernst:
    Besten Dank für die bisherigen Rückmeldungen!

    @-ja- und Carsten: ein „+1“ zur Verdeutlichung ist ja noch möglich. Wenn ich mal in der Dämmerung ganz viel Langeweile habe…

    @D-Buddi: Den genannten Bonus habe ich auch vor ein paar Tagen geloggt, denn man erreicht ihn auch dank eines Tunnels von der Pathologie aus!

  8. Marc sagt:

    Alex Schweigert schreibt zu dem Thema …

    Einige Owner erwarten zu viel Positives. Und bei Kritik fangen sie an zu heulen. Unter dem Motto:
    Ich habe für Dich einen Cache versteckt also hab mich jetzt gefälligst lieb.
    Sie dulden keine Kritik, sie können dann Nachts nicht schlafen.
    Kurzlogs sind auch verboten.

    Berechtigte Kritik gehört für mich aber als Suchender dazu. Das gilt insbesondere wenn Geocaches eindeutig die Natur gefährden oder z.b. an einem Verkehrsschild in einem Verkehrskreisel versteckt sind.

    http://www.geocaching-nordfriesland.de/?p=1496

  9. DerPeser sagt:

    „Es geht doch auch nicht mehr darum schöne Orte in der Natur zu sehen, nein, heute ist die Foundzahl in unendlich viel Variationen wichtig, die FTFs, die T5er, die Matrix, die Bundesländer, die Länder in Europa oder sonstwas… Was auch immer, hauptsache höher, schneller, weiter.“

    Ja und? Willst Du den Leuten vorschreiben, warum sie cachen? Ich finde, daß jeder durchaus seine eigene Motivation haben darf und wenn es halt die Statistik ist, dann bitteschön!
    Klar gibt es viele S******-Caches, aber deshalb wirst Du ja auch nicht gezwungen sie zu machen…

  10. d-buddi sagt:

    nein, ich hab nur meine Meinung geschrieben was du offensichtlich nicht verstanden hast… Aber Toleranz prädigen endet meist wenn die andere Meinung zu sehr der eigenen widerspricht…

    Da steht nix von vorschreiben oder ähnlichem sondern nur das die Leute heute anders cachen und man sich daher nicht mehr von alten Werten verleiten lassen sollte sondern sich klar machen muß das sich was geändert hat…

    wo GENAU ist das was von vorschreiben?? Das Argument „musst du nicht machen“ wir auch bei ewiger Wiederholung nicht wirklich intelligenter, denn bisher gibt es nur sehr wenige Caches bei denen in der Beschreibung steht das sie Scheisse sind…

    Bekehrer gibt es mehr als genug, da werde ich mich nicht anschliessen… Wenn du aber für „jeder wie er will“ bist verstehe ich gar nicht was dich an meinen Auslassungen stört, ist halt MEINE Sicht 😎

  11. d-buddi sagt:

    vielleicht noch ein kurzes Wort zu meiner etwas heftigen Reaktion. An sich hab ich mir angewöhnt mittlerweile gar nicht mehr auf alles einzugehen, aber hier kommen mehrere Dinge zusammen.

    Erstmal wird mein Text zitiert, dann aber irgendwelche eigenen Deutungen dazugemixt, dies dann durchgequirlt und das dann mit Keule bearbeitet… Nicht ein einziges Argument bezog sich eigentlich auf meinen Text, eigentlich fast nur auf das dazugedeutete das gar nicht von mir stammt, da wird sozusagen auf sich selber eingehauen ohne das zu merken.

    Dazu dann politisch korrektes Gutmensch-Geschreibe mit dem üblichen Totschlagargument „muss man ja nicht machen“. Im gleichen Satz noch ein kurzer unauffälliger Hieb genau in die Entgegengesetzte Richtung, „Klar gibt es viele S******-Caches“, irgendwie wiederspricht sich da jeder Satz schon in sich selbst, denn gerade im Halbsatz vorher wird eigentlich Toleranz gepredigt. Wie aber passt denn nun gepredigte Toleranz wieder zur Einstufung von Caches und zur Kritik an anderer Meinung?

    Wobei sich da der Kreis wieder schliesst, d.h. es wurde ja gar nicht meine Meinung kritisiert sondern irgendwelche hineingedeuteten Dinge…

    Tut mir leid, aber sowas ist kein kritischer Beitrag der sich auf meinen bezieht, sondern, naja, das soll jeder für sich selber entscheiden 😎

  12. frajoes sagt:

    genau den habe ich am Freitag aus Anlass meiner Verwandtschaft in Buxtehude gemacht. Er hat mich so gar nicht entsetzt, weil solche Caches findest du überall, ja weitaus schlimmere. Seht mal zu, dass ihr euch vertragt da oben in Buxtehude! Bei solchem Kritikablassen kann ich mir nicht vorstellen, dass ihr eine lokale community seid. Bei uns klappt das ziemlich gut (www.ratinger-geocacher.de), auch wenn nicht immer alle Caches nach jedermans Geschmack ist und selbstverständlich auch Kritik geübt wird.

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