mehr als 200 Anfragen bei GC.com illegal?

geschrieben am 12. April 2010 um 13:29 von Marc

Wie im folgenden Atikle bei TB-Run zu lesen http://blog.tb-run.com/2010/04/aktuelle-probleme-auf-tb-run-com/ kann man seit dem letzten Update bei GC.com scheinbar nur noch 200 Anfragen pro Tag machen, dannach sperrt einen Groundspeak.

Was bedeutet das nun für die Praxis? Ersteinmal nichts, dennoch bin ich gespannt bis die ersten Cacher gesperrt werden weil sie einchfach nur einen Powertrail machen und die Daten online abrufen.
Schon im letzten Jahr kam es zu serrungen bei Personen die ein GSAK Macro benutzt haben, das caches aktualisiert. Uns selber hat es nur haarscharf verpasst, die Androhung der Sperrung hatten wir auch im Mail-Postfach.

Tools wie c:geo werden von Groundspeak in ihren Foren als illegal bezeichnet (http://forums.groundspeak.com/GC/index.php?showtopic=242588) weil sie Daten Spidern. Wer also auf solche Programme setzt und keine Pocket-Querries benutzt muss mit einer Sperrung rechnen.
Zumindest hat Groundspeak noch einer Hintertür für Menschen offen gelassen, im Fall einer ersten Sperrung kann man ein captcha eingeben und sich als Mensch identifizieren.

Eine Frage die sich mir stellt ist: warum werden einerseits 600er Powertrails erlaubt (in den USA aufgetaucht, könnte laut Regeln auch ein Multi sein) und andererseits werden Cacher am auslesen der Seite gehindert obwohl eine kostenpflichte Premiummemberschaft vorliegt? Finde ich etwas paradox das ganze. Ich tue ja mit dem Spidern nichts anderes als Informationen die mir auch sonst zustehen per Rechner auszulesen.

Was meint ihr dazu?

8 Kommentare zu “mehr als 200 Anfragen bei GC.com illegal?”

  1. Ostwestf4le sagt:

    Das ist doch ein Witz!

    Wieso gibt es denn u.a. solche Apps wie c:geo? Doch nur, weil geocaching.com keine eigene App auf die Reihe bekommt. Die Android-App ist für März 2010 angekündigt gewesen – und was ist passiert? Nichts.

    Blamabel!

  2. -jha- sagt:

    Sollen sie eine Premium-Plus-Membership verkaufen bei der man einen API-Key erhält, um nicht mehr (datenvolumig) spidern zu müssen, sondern das Zeug effektiv geliefert zu erhalten.
    Ich würde ja sogar noch extra dafür zahlen, wenn Tools wie GC-Tour nicht mehr solche Klimmzüge anstellen müssten.

    -jha-

  3. JensHN sagt:

    Die zweite Frage kann ich dir beantworten, warum Groundspeak es verbietet die Seiten zu spidern. Dies liegt ganz einfach an Performancegründen, denn wenn jeder seine Daten spidern lassen würde, wäre dies ein enormer Traffic und würde die Server regelmäßig in die Knie zwingen.

    Warum Groundspeak die Daten nicht über eine API zur Verfügung stellt ist auch klar, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und das Kapital von Groundspeak sind nun mal die Cache in der Datenbank. Das wäre so, als wenn Coca Cala sein Rezept verraten würde und sich dann wundert warum sie nicht mehr Marktführer sind.

  4. Schrottie sagt:

    Komisch, wenn man wie ich vor einem halben Jahr erwähnt hat, das die Caches in der Datenbank das Kapital von Groundspeak sind und man mit der Premium-Mitgliedschaft quasi seine eigenen Dosen zurückkauft, wurde man gesteinigt.

    Und jetzt plötzlich, wo es an die eigene Bequemlichkeit geht weil einige Tools Streß bekommen, ist das plötzlich allenorten die Hauptbegründung/-entschuldigung für die aktuellen Einschnitte in die freie Verfügbarkeit *unserer* Caches…

    Denkt mal drüber nach!

  5. Sascha sagt:

    Hmm….. illegal sicher nicht, aber nachvollziehen kann ich schon irgendwie warum sie sich vor übermäßiger Spiderei schützen wollen.

  6. -jha- sagt:

    Es geht nicht nur um um „übermäßige Spiderei“ von CAchewolf-Nutzern etc.

    Es geht auch um Leute, die eine PM besitzen, nur mit den PQs nicht die Dinge erreichen können wie z.B. eine Android-App zum „Spontancachen“, oder den Leuten, die ihre GSAK-Datenbank aktuell halten wollen (merke: Für Archivierte Caches gibt’s keine PQ mehr, d.h. man muss bei denen gezielt manuell nachschauen).
    Ebenfalls fallen Benutzer von GC-Tour drunter, wenn die PDFs für einen bevorstehenden Urlaub vorbereiten wollen mit mehr also nur den wenigen Logs, die GS im PQ zubilligt. Wenn man 20 Logs im PDF haben möchte, dann braucht es eben irgendewas, was automatisch die Seiten holt und dann für den Ausdruck reformatiert.
    Und dann wäre alles rund um die Travelbugs was es an Scripten gibt, um sich schönere Statistiken zu bauen.

    BTW: Es wäre ja toll, wenn Groundspeak schauen würde, warum gespidert wird und daraus ableiten würde, dass sie DRINGEND an der Funktionalität der eigenen Seite mehr als nur diese Trippel-Winzig-Schritte an Entwicklung investieren müssen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

  7. Chris sagt:

    Interessant wäre zu prüfen, ob das Verhalten Groundspeaks und deren AGB bzw. Data Licensing überhaupt in Deutschland und Co rechtens ist, oder Sie sich bei Premium Member nicht strafbar machen, da dem User die Daten egal in welcher Form kaufrechtlich (Vertrag) zur Verfügung stehen.

    Hier ist das große Problem eine Nutzung der Daten zu unterbinden, obwohl der Nutzer dafür zahlt. Hierbei macht das deutsche Gesetz beispielsweise keinen Unterschied inwiefern die Daten bezogen werden können.

    Ähnliche Urteile sind mir derzeit leider nicht bekannt, dennoch denke ich, dass Groundspeak definitiv ein Problem bekommen könnte.

  8. Chris sagt:

    PS: es wird Zeit geocaching.com zu stürzen 🙂 opencaching macht einen Anfang, dennoch bietet es weitaus weniger Caches weniger Kontrolle.
    Es muss auch eine Offene Möglichkeit für Trackables geschaffen werden, wozu sollte ich einen TB kaufen wenn ich ihn selber machen kann?

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