Lachnummer Klettercaches?

geschrieben am 5. Mai 2009 um 16:28 von xibalba01

Ich hatte gehofft, mit Rehwalds Sicherungsservice am vergangenen Samstag wäre das Thema „Todesleiter“ bei den selbsternannten Sicherheitsbeauftragten vom Tisch.*

Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es manchem Cacherkollegen um mehr als nur sicheres Klettern geht.

Wenn ich bei einem LPC ungesichert einen Schornstein oder Laufgitter ohne Gitter (siehe angehängte Bilder) hochklettere, ist alles ruhig.
Erreiche ich die gleiche Höhe an einem Baum/ Klettercache/ heiligen T5er ohne Sicherung, dann gibt es Lärm (nur ein Beispiel).

So pendelt meine Meinung zu T5ern weiterhin zwischen reizvoll und lächerlich.

Wie auch immer, die von D-Buddi organisierte 3-Gummipunkte-Genusscachetour mit Familie Rehwald, Sönetjan und Rollsplitkalle (Film 1, Film 2, Film 3) am Samstag war spitze.
Daher ein grosses DANKESCHÖN an alle beteiligten!

Jörgs Gedanken zur Kletterei bereiten mir ehrlich gesagt schon eine gewisse Vorfreude auf die dritte, noch gänzlich ungeplante Kletter Leiterrunde


*Nein, ich möchte hier nicht gleich alle Kletterer in einen Topf stecken, schliesslich kamen auch ernstgemeinte Vorschläge für Sicherung und/oder gemeinsame Klettertouren an!

18 Kommentare zu “Lachnummer Klettercaches?”

  1. D-Buddi sagt:

    naja, diesmal kam nur ein Kommentar zu einem Artikel von mir, anonym… Da hat einer allerdings was nicht richtig verstanden, das Fazit war eigentlich JA, Sicherung ist gut! NEIN, deswegen noch lange nicht ZU SICHER fühlen!

    Ich denke auch mal das wir beim nächsten Mal uns von jemanden noch mal intensiv in die Sicherung einweisen lassen und gut ist 😎

  2. …wenn der erste heruntergefallen ist, lacht garantiert keiner mehr…

    oder

    Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

    Ich glaube euch gleich, dass das ganze Spaß gemacht hat, aber vernünftig war das sicher nicht.

    Weiterhin Hals- und Beinbruch!

  3. Christian sagt:

    Ich kann Stefan da nur beipflichten, das was ihr da veranstaltet ist einfach nicht gesund, und ist vor allem ein schlechtes Vorbild!

    So sehen gerade Jungcacher das man ja scheinbar auch problemlos mit minimalem Materialaufwand T5-Cachen kann und eben nicht 200€+ in gute Ausrüstung investieren muss, und noch wichtiger: eine vernünftige Einweisung darin braucht.

    Aber wie Stefan schon meinte kümmert das so lange keinen, bis der erste aus 10m höhe geplumpst ist und sich den Hals gebrochen hat oder im Rollstuhl sitzt.

    Man muss sich sicherlich nicht in Watte packen, aber ungesichert ne 10m Strickleiter hoch, wo ein falscher Schritt den Tod bedeuten kann… das muss nicht sein.

    Wenigstens ne Bandschlinge umbinden und sich alle paar Meter mitm Karabiner in eine Sprosse einhaken, aber auch das grenzt schon an perfektem Leichtsinn 😉

  4. -jha- sagt:

    Leichter Etikettenschwindel, die Bebilderung, stammen die oberen beiden Bilder doch von einem T4. Wobei der T-Wert meiner Auffassung nicht durch diese Station zu Stande kommt, sondern durch den Zugang zum Final, der deutlich schwieriger ist.

    vgl „völlig solid“:
    http://www.addicks.net/albums/GeoCaching/DSCF9330.jpg
    mit „rostig“ wie dieses, nur dass dort die Treppe nicht nach unten geht, sondern nach oben und man an einem Strang aus 3 zusammengeknoteten BW-Fernmeldekabeln die ersten 2,5-3m bewältigen darf:
    http://www.addicks.net/albums/GeoCaching/DSCF8379.jpg

    (Ja, das ist ein anderer T4-Cache, ich will ja nix zerspoilern.)

  5. rehwald sagt:

    Jetzt muss ich auch mal dazwischenhauen ;-).

    1. Es geht ja doch darum, dass Auf Grund der Erfahrung und Kommentare beim ersten Versuch nun doch explizit MIT Sicherung geklettert wurde. Das Prinzip ist das gleiche wie in jeder Kletterhalle. Der Kletternde wird mit seinem Gurt fest in das Seil gebunden. Ein zweiter sichert von unten (ebenfalls begurtet und mit Sicherungsautomat/Abseilacht/Tube/was auch immer). Das Seil läuft dabei oben über den Ast/Cambiumschoner/Seilschoner… (in Hallen hängt es dort dann in einer Öse an der Decke). Technik habe ich von meinem Schwager, der seit ein paar Jahren regelmäßig in der Halle und am Fels sowohl Toprope, als auch im Vorstieg. Der einzige Unterschied ist die Art der „Klettergriffe“. Eigentlich sogar sicherer, da die Position der Griffe regelmäßig ist und ideal greifbar.

    2. Preis der Ausrüstung: wer weiß, was so eine Leiter kostet…

    Vielleicht sollten wir das mal in Bremen… ? Da könnte man das Sicherungs-Verfahren dann sicher noch perfektionieren.

  6. Christian sagt:

    Dann sind aber zumindest die Bilder irreführend, denn da sieht man nur ne Strickleiter und jemanden der darauf ungesichert herum turnt.

    Eine Strickleiter mit zusätzlicher Seilsicherung ist natürlich vollkommen ok.

    Allerdings ließt sich der Artikel von D-Buddi immernoch so als wäre ne Sicherung Nice-2-Have, aber geht ja auch ohne ganz gut… und außerdem macht sone Sicherung ja auch leichtsinnig 😕 …

    Wie gesagt, wer ohne Sicherung klettert kann das meinetwegen gerne tuen, aber nicht die unbedarften Anfänger damit locken das es eben auch ohne geht, denn das geht definitiv nicht, zumindest nicht mit gesundem Menschenverstand!

    Für mich gibts da keine Diskussion, und man mag mich spießig nennen, aber ohne Seilsicherung klettern und das im Netz auch noch der großen Masse vorzuführen ist einfach nicht Ok, gerade aktuell wo die T5er aus dem Boden sprießen und jeder Anfänger nach der günstigsten Methode sucht um an die Dosen zu kommen.

  7. D-Buddi sagt:

    dann warten wir doch einfach mal ab ob als erstes einer von uns oder einer von den auf die schnelle von irgendwem der meint er könnte Klettern Eingewiesenen als erster runterkommt?!

    Und das „Vorbild“-Gehabe ist ja wohl ein guter Witz, danach dürfte es keinen einzigen LPC geben, die sind meist mindestens ebenso gefährlich und da kommt man umsonst rein!

    „Vernünftig“? Was genau ist vernünftig?? Literweise Resourcen in Form von Benzin zu verballern um in x Tagen y Länder zu bereisen? Wo GENAU ist da die Grenze, mich beschleicht da immer das Gefühl das wieder mal jeder für sich seine eigene Grenze gerade da zieht wo er selber noch hin will…

    Was wohl diesmal sooooo gefährlich war mit dem zusätzlichen Sicherungsseil?? Geht es eigentlich überhaupt noch um Sicherheit oder sind einige nur pikiert weil man sich nicht auch gleich rucksackweise Ausrüstung kauft? Um Kosten ging es überhaupt nie, wie auch, die Leiter kostet über 100 Euro… Es ging einfach mal drum einen anderen Weg zu finden. Und was wohl unvernünftig daran ist die Leiter zu nutzen wenn man am zusätzlichen Sicherungsseil hängt, da dürfte „normales“ Klettern nicht wirklich sicherer sein.

    Die Beiträge beim ersten Versuch kann ich ja noch akzeptieren, aber diesmal hingen wir am Sicherungsseil, wo ist jetzt noch das Problem? Zumal ich auch etwas erstaunt bin wie man etwas be-/verurteilen kann was man selber nicht mal ausprobiert hat…

  8. D-Buddi sagt:

    P.S.: die Frage ist dann auch ob es ok ist Klettercaches zu legen (wobei immer noch T5 = Klettercaches = falsch da T5 = mit Hilfsmittel) die dann unbedarfte Cacher zum Klettern verleiten… Der Film beginnt glaube ich mit den Worten „schaut mal liebe Kinder ein zusätzliches Sicherungsseil“, oder sprechen wir von verschiedenen Filmen?

  9. Christian sagt:

    Wie gesagt, ich hatte übersehen das die aktuelle Tour von euch MIT Sicherung angegangen wurde, dennoch ließt sich dein Artikel als wäre das ganze zwar ganz Ok gewesen, aber eben kein MUSS, und mit solchen Aussagen verleitet man andere eben wieder dazu sich den Teil der Ausrüstung zu sparen.

    LPCs mit ungesichertem Strickleiterklettern zu vergleichen hinkt ein bisschen… vielleicht wenn ich auf einem morschen Dachboden wild herum hüpfen würde.

    Wir wissen wie schnell sich im Geocaching ein Trend einspielen kann, besonders wenn er besonders kostengünstig ist, die Vernunft wird da leider oftmals ausgeklammert… und ne Strickleiter kann meinetwegen auch 150€ kosten, ist damit aber auch immernoch kostengünstiger als komplettes Kletterequipment.

    Aber gut, soll jeder machen wie er denkt, soll nur keiner sagen man hätte ihn nicht gewarnt.

  10. D-Buddi sagt:

    und wo ich gerade so schön sauer bin:

    „Wie gesagt, wer ohne Sicherung klettert kann das meinetwegen gerne tuen, aber nicht die unbedarften Anfänger damit locken das es eben auch ohne geht, denn das geht definitiv nicht, zumindest nicht mit gesundem Menschenverstand!“

    1. wo GENAU LOCKEN wir irgendwen?
    2. ist „nicht mit gesundem Menschenverstand!“ beleidigend und nix anderes
    3. Wenn du soviel von „gesundem Menschenverstand hast“ hör doch bei den Filmen einfach mal zu, dann fällst du drüber das wir beim ersten Versuch extra darauf hinweisen das die Variante zu gefährlich ist und wir beim zweiten Versuch extra darauf hinweisen das es mit Sicherungsseil wesentlich besser ist.
    4. Mein Artikel trifft nicht die Aussage die du hinein deutest sondern den den ich schon als ersten Kommentar oben stehen habe!

    So, und das sind meine letzen Ergüsse dazu, ich hab die Schnauze sowas von voll…

  11. xibalba01 sagt:

    Wo bitte hängt der Vergleich LPC <> Klettercache?
    Die beigefügten Bilder handeln in etwa von der gleichen Höhe; 2x LPC, 1x Klettercache.
    Die Gefahr des abstürzens ist in allen drei Situation die gleiche.
    Bei den LPCs ist es okay, am Baum nicht. Warum??

  12. rehwald sagt:

    Ich glaub das war jetzt einfach ein Missverständnis. Aus dem Artikel geht wirklich nicht sauber hervor, was genau gemeint ist. vielleicht sollte xibalba01 noch ein Bild von unserer Kletteraktion am letzten WE mit einbinden.

    Und ja auch ich sehe (wenn auch kleinen) Unterschied zwischen Strickleiter und LPC. Beim einen handelt es sich um flexible dünne Drähte (die sicher stabil genug sind, aber sich wegdrehen oder biegen können) beim anderen um feste Strukturen (Sprossen am Schornstein), die allerdings, wie ein Ast am Baum auch, entgegen dem optischen Schein, wesentlich weniger belastbar sein können als gedacht. Weswegen mir bei einigen Lostplaces auch schon bei erheblich geringeren Höhen die Muffe ging.

  13. Marc sagt:

    In beiden Fällen kommen auch Caches vom sheep-team vor. Die wir ja extra für Anfänger gelegt haben (wir sind auch welche). Über die erste Aktion am Schaf Hoch 1 waren wir wirklich nicht glücklich, aber wenn meint das tun zu müssen, mehr als Hilfe und Sicherung anbieten kann man nicht machen. Um so erfreuter waren wir über das Video dannach wo ausdrücklich auf die Gefährlichkeit hingewiesen wird. Und die tatsache das er es nun Gesichert probieren will. Und genau das wurde nun gemacht. Kompeltt gefahrlos und damit auch ohne Kick, kann ich nachvollziehen auch wenn ich „diesen“ Kick nicht brauche, mir reicht das gesicherte Klettern aus um genug Adrenalin intus zu haben. Aber wie gesagt, ich kenne auch leute die müssen für eine kleine Portion Adrenalin 50 Meter die Masten hoch. Komplett illegal und hochgefährlich. Natürlich gesichert … aber dennoch weit gefährlicher als 8m nen Baum hoch.

    Ein LPC birg meist viel mehr gefahren als ein 8m Baum mit ner sehr stabilen Strickleiter zu beklettern. Wir sind schon auf durchlöcherten Böden im 4. Stock langballanciert … ohne Sicherung. Und wer behauptet das er noch nie ungesichert irgendwo hoch ist, oder über nicht bekannte Böden in uralten Häusern, der lügt bestimmt oder hat erst 20 Caches auf der Uhr.

    Soll es jeder machen wie er will und wie er es für richtig hält. Tipps und Ratschläge wie es sicherer geht sind ok, aber bitte keine Oberlehrerhaften hochgehobene Finger und Belehrungen. Wir sind alle keine Kinder und sind uns den Gefahren bewusst. Und gerade Jörg ist jemand der sich mit dem Thema gbeschäftigt hat und gerade deshalb diese Art des Kletterns benutzt. Wer seinen Blog richtig gelesen und auch verstanden hat weiß warum er meint das es ohne Sicherung sicherer ist. Wers nicht Verstanden hat soll aber dann nicht gleich meinen er wäre schlauer.

  14. -jha- sagt:

    Schade, dass die oberen beiden Bilder gar nicht von einem T5-Cache stammen, sondern von einem T4.
    (Und der hat die Sternchen vermutlich NICHT wegen des abgebildeten Stages, der durchaus verantwortungsvoll ohne Ausrüstung gemacht werden kann. Und genaugenommen sogar ohne das Gebilde zu betreten. Aber das weiss man erst hinterher…)

  15. xibalba01 sagt:

    @rehwald: Das Foto ohne Sicherung ist durchaus passend, denn:
    @-jha-: ob 4 oder 5 Sterne ist hier ohne Bedeutung, denn:

    Wenn ich bei einem LPC ungesichert einen Schornstein oder Laufgitter ohne Gitter (siehe angehängte Bilder) hochklettere, ist alles ruhig.
    Erreiche ich die gleiche Höhe an einem Baum/ Klettercache/ heiligen T5er ohne Sicherung, dann gibt es Lärm.

    Den Kommentaren entnehme ich:
    Ungesichert Klettern an 4*-LPCs in gleicher Höhe wie einfache Klettercaches ist völlig okay, egal ob an den völlig verrostete Sprossen eines Jahrzehnte alten Schornsteines oder dem nur noch zur Hälfte vorhandene Gerüst ohne Laufgitter.
    Gut, dass ich das jetzt weiß. Danke!

    @Jörg: Die nächste Leitertour sollte uns dann an einen LPC führen, für die Baumcaches habe ich zukünftig eine andere Hebe– Senktechnik: Smilie by GreenSmilies.com

  16. D-Buddi sagt:

    lass mich da raus, du siehst doch das da kommentiert wird ohne sich überhaupt ein Bild gemacht zu haben, das hat was von Twitter, mehr Zeit als für die ersten 1xx Zeichen ist halt nicht… von daher halte ich mich da von nun an raus, ärger mich nur und das will ich nicht.

    Danke an Rehwald der das wenigstens versucht hat mal gerade zu rücken.

  17. Rollsplittkalle sagt:

    Wow, selten mich so gut amüsiert. Leider ist mein Popcorn nun alle, so dass ich nun auch mal mein Senf dazu gebe möchte. 🙂

    Erstmal muß ich feststellen das der Blogeintrag sehr hintersinnig und in sich stimmig ist. Natürlich ist auf allen Bildern keine Sicherung verwendet worden. Sonst würde die Kernfrage nicht mehr in sich konsistent sein. Das scheinen aber die meisten ( oder zumindest einer der eifrigsten Kommentatoren ) nicht verstanden zu haben. Es geht hier um die Frage, was der signifikante Unterschied zwischen den unterschiedlichen Szenarien ist. Auf allen turnt jemand in größer Höhe umher und ist nicht gesichert, kann somit leicht herunterfallen. Ergo – alles Gleich. Jedoch nur bei Szenario 4 ( mit dem Baum ) wird der Untergang des Abendlandes herauf beschworen.
    Die Frage von Xibalba01 diesbezüglich des „Warum“ halte ich für legitim.

    Die Argumente die hier zum Teil ins Feld geführt werden bezüglich der Vorbildfunktionen und Nachahmungsaffinitäten nach den Konsum von Youtube Videos und Blogeinträgen ist schlicht nicht zutreffend, oder glaubt ihr auch den Werbebotschaften, das Bier „Sexy“ macht.

    Zum Thema Gefahrenpotential: ein Sturz aus 10m Höhe ist nicht zu unterschätzen. Es entspricht einen Aufprall auf einen stehenden Gegenstandes mit einer Geschwindigkeit von 14 m/s, was ungefähr 50 km/h entspricht. Die Flugzeit beträgt ca. 1,5 s.
    Diese Werte übertragen aus dem Straßenverkehr, plädiere ich mindestens für eine Helmtragepflicht beim Klettern 😉

    In diesem Sinne frohes weiter Diskutieren.

    Karsten

  18. -jha- sagt:

    Helmpflicht beim Klettern!
    Au ja! Das reicht gleich noch für einen zweiten Popcorn-LKW.

    Darf ich schonmal einen Spruch abgewandelt vorwegschicken?

    „Kletterhelme sind die Bachblüten des Climbers.“

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