Guten Morgen, Jägerschaft Stade!

geschrieben am 14. April 2010 um 18:23 von xibalba01

Als ich vor über einem Jahr zum Austausch zwischen Jägern, Försten und Geocachern aufrief, stiess ich in & um meiner „Homezone“ Buxtehude nur auf taube Ohren. Der Kreisjägertag stand bevor, da hatte man einfach keine Zeit für Spielereien. Okay, fast nur taube Ohren. Der zuständige Revierförster wollte gegen Gebühr (!) mit mir in den Wald gehen und sich das Spielchen einmal ansehen. Das lehnte ich dann allerdings dankend ab.

Mit dem Walderlebniszentrum Ehrhorn organisierte ich im April 2009 ausserhalb des Landkreis Stade ein Event, bei dem immerhin ein paar Muggel aus anderen Gebieten auftauchten. Es ergaben sich dabei durchweg freundliche, interessante und in manchen Bereichen auch ernste Diskussionen. Trotzdem fehlte mir danach die Motivation, das Thema daheim erneut aufzugreifen.

Vor kurzem gab es wieder den Kreisjägertag im Landkreis Stade. Unter anderem waren rund 100 auffällige Wildunfälle das Thema, welche zu einem grossen Teil auf dieses „Geocaching“ zurückgeführt werden. Auffällig, weil das Wild zu völlig unüblichen Zeiten in den Strassenverkehr gelaufen ist. Dieses war sowohl mitten in der Nacht, als auch an hellichtem Tage der Fall.
Nun fangen hier die Jäger an, Geocaches einzusammeln und drohende Nachrichten zu hinterlegen.

Bei den Cacheserien MoorIn (komplett archiviert) & traditioneller Sonntagsspaziergang (zurzeit deaktiviert) ist es momentan nur Vermutung, bei Asco´s 10er-Serie Easy Caching Gewissheit.

Immerhin ist einer meiner Arbeitskollegen engagierter Jäger und bemüht sich zurzeit um Austausch.
Ich bin gespannt, was daraus wird.

Nachtrag: Ich spiele gerade mit dem Gedanken, ein Event am 1. oder 2.Mai zu veranstalten. „10 Jahre unentdecktes Geocaching im Landkreis Stade. Wir feiern – und laden die Jäger dazu ein!“  😉

26 Kommentare zu “Guten Morgen, Jägerschaft Stade!”

  1. Commander112 sagt:

    Ja, endlich haben auch die Jäger mal jemand den sie für die vielen Wildunfälle verantwortlich machen können.

    Ist ja auch doof sich Nachts in der kalten Wald zu hocken um mal ein paar viecher abzuknallen.

    Mal gucken was den Jägern so einfällt wenn sie wieder mal einen Treiber auf der Treibjagd erschießen 😉

    [Sarkasmus on]
    Bestimmt hat der Treiber dann einen Geocacher verfolgt und als der Jäger den Geocacher erschießen wollte (der übrigens ganz schwarz gekleidet war) hat´s leider den Treiber erwischt.
    [Sarkasmus off]

    Aber ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass die Begegnungen mit Jägern, die ich bisher hatte, immer sehr ruhig und vor allem sachlich abgelaufen sind.

  2. rettsan_wf sagt:

    Na endlich! …wurde auch Zeit, dass der Wald einzig und allein den Jägern zugesprochen wird. Nicht, dass das Wild „kopflos“ flüchten würde, wenn ein Schuss abgegeben wird… denke die werden sich dann erst am Straßenrand aufstellen und rechts-links-rechts gucken bevor sie weiter flüchten… schließlich ist nur ein Jäger hinter ihnen her, und kein Geocacher…

  3. […] durch diesen Artikel und angesichts der wieder einmal auftauchenden Probleme zwischen Cachern und Jägern, habe ich mich […]

  4. siggibär sagt:

    Oh, Mann – wieso kann man eigentlich nicht akzeptieren, dass die Jäger einen JOB zu erledigen haben!!! Das ist nicht einfach nur „Rehe und Wildschweine abschießen, um die eigene Lust und Gefriertruhe zu befriedigen! Es geht einfach darum, dass das Wild in der Population nicht auswuchern darf und darum, kranke Tiere „auszumustern“. Es ist ganz einfach gesagt ein wichtiger Auftrag – und jeder Jäger hat ein Jagdrevier, für das er verantwortlich ist – und ggf. richtig heftige Strafen zahlen darf, wenn er seinen Job nicht vernünftig macht!!!
    Ich finde es schon ätzend, dass einige sich nur ereifern, dass der Jäger angeblich nur darauf aus ist, andere Leute aus „seinem“ Wald fern zu halten – Leute, das ist nicht so!!! Aber ein paar Grundregeln sollten eingehalten werden! Und speziell momentan im April und Mai sind die Bachen dran mit dem Wurf – und da möchte ich nicht in einem Wald sein im Dunkeln, in dem eine oder mehrere Bachen anfangen, aggressiv ihre Jungen (auch Frischlinge genannt) zu verteidigen!!! Das hat schon zu Toten geführt!!!
    Happy drüber nachdenken …
    Holger aka siggibär

    PS: @Commander112: Ich sehe nicht einen Deut „Ironie“ oder „Sarkasmus“ in Deinem Post …
    PPS: Natürlich kann man nicht jeden „ungewöhnlichen“ Wildunfall uns Cachern unter die Schuhe schieben – aber wir sind schon auch besonders häufig in solchen Gegenden unterwegs, die „in Verruf kommen“ …

  5. Oschn sagt:

    Quark mit Dampf.

  6. siggibär sagt:

    @Oschn: Worauf beziehst Du Dich?

  7. Chris Race sagt:

    Komisch, ich hatte schon zwei Wildunfälle, zu unterschiedlichen Tageszeiten, und sogar dort, wo noch nicht mal annähernd ein Geocache in der Nähe liegt. Seltsam irgendwie. Die Jäger, die solch sinnfreie Zettel irgendwo anbringen, haben einfach einen Schuß. Bums aus fertig! Für das hohle Geschwätz mit „…mag ich nicht weiterspinnen, zu welchen Situationen es dann kommen kann …“ müsste man ihnen den Jagdschein entziehen, den Führerschein am besten gleich mit, und ihnen die Flinte abholen. Gemeingefährliche Idioten! Sorry, aber bei solchen Phrasen fällt mir die harte Wortwahl nicht sonderlich schwer.

  8. […] man für dieses grossartige Projekt Danke sagen. * Guten Morgen, Jägerschaft Stade – der Jagdausübungsberechtigte hat seine Marke gesetzt. * Caches aus dem Podcast: – Ein Märchen-Cache – schicker kindgerechter Cache – […]

  9. JoFrie sagt:

    Legt dem netten Herren doch mal einen Zettel mit dem Niedersächsischen Waldgesetz in alle Hochsitze – er scheint es nicht vollumfänglich zu kennen ( Hier nach zu lesen: http://www.recht-niedersachsen.de/79100/nwaldlg.htm#p2 ) :
    *******************
    § 23
    Recht zum Betreten

    (1) Jeder Mensch darf die freie Landschaft (§2 Abs.1) betreten und sich dort erholen. Dieses Recht findet seine Grenze in einer für die Grundbesitzenden unzumutbaren Nutzung, insbesondere durch öffentliche Veranstaltungen oder eine gewerbsmäßige Nutzung.
    *******************
    Aus diesem Satz wollen die uns übrigens in Hannover gerade den Strick drehen!
    *******************

    (2) Nicht betreten werden dürfen

    1. Waldkulturen, Walddickungen, Waldbaumschulen sowie Flächen, auf denen Holz eingeschlagen wird,
    2. Acker in der Zeit vom Beginn ihrer Bestellung bis zum Ende der Ernte und
    3. Wiesen während der Aufwuchszeit und Weiden während der Aufwuchs- oder Weidezeit.
    *******************

    Der hat zu 3. den Wald dazu gesponnen, während der Aufzuchtzeit dürfen WIESEN nicht betreten werden.

    ABER die versuchen da scheinbar gerade was zu „konstruieren“:
    *******************
    § 31
    Verbote und Sperren

    (1) Waldbesitzende und sonstige Grundbesitzende dürfen die Ausübung der Betretensrechte nach den §§23 bis 28 schriftlich, durch Zeichen oder in dringenden Fällen mündlich verbieten sowie durch Zäune, Sperren oder sonstige Hindernisse verhindern oder wesentlich erschweren, soweit dies erforderlich ist


    3. zum Schutz der Waldbesitzenden, sonstiger Grundbesitzender oder anderer Personen vor Schäden oder unzumutbaren Belästigungen, insbesondere bei übermäßig häufiger Benutzung,

    7. wegen ständiger erheblicher Beunruhigung des Wildes durch Besucherinnen und Besucher
    *****************
    Ja wir bösen Cacher wir Beunruhigen ja ständig in erheblichen Umfang das Wild, so das es dauernd auf die Straßen läuft…

    Aber mal Schluß mit lustig, das Thema ist zu ernst. Wir müssen da ein miteinander finden kein gegeneinander, eine Lösung mit der beide Seiten leben können, dieser Herr schießt deutlich über das Ziel hinaus. Vielleicht sollten wir am Wochenende in großer Anzahl mit ein paar Zetteln mit eben diesem Waldgesetz bewaffnet seinen Wald zur Erholung aufsuchen?

    Aber mal was anderes ist da lokal noch mehr vorgefallen, oder ticken die gerade wegen der negativen Berichterstattung gerade aus?

    Gruß,
    Jörg

  10. admin sagt:

    Wie ich hörte will sich einer der Geocacher hier morgen äußern.

  11. Hrdlicka sagt:

    Zu dem Thema Jäger und Wildunfälle möchte ich auf folgenden Fernsehbeitrag des SWR aufmerksam machen:
    http://bit.ly/8ZEjPI

    Ich denke, das rückt das arrogante und hegemoniale Verhalten einiger (ich sage bewußt nicht: aller) Jäger ins rechte Licht.
    In diesem Sinne:
    schönen Gruß auch an Holger aka siggibär

    Grüße
    Hrdlicka

  12. Schrottie sagt:

    @siggibär: Endlich mal jemand, der es ausspricht. Danke!

    Es hat übrigens absolut keinen Sinn, stets und ständig mit Gesetzen herumzufuchteln und damit auf die eigenen Rechte aufmerksam zu machen. Auch andere haben Rechte und vor allem haben beide Seiten auch Pflichten. Und wir Geocacher haben in der letzten Zeit eben einfach immer wieder zu sher auf unsere Rechte gepocht und dabei unsere Pflichten vernachlässigt. Jetzt kommt die Rechnung, nach und nach. Und das war zu erwarten.

    Es ist niemandem geholfen wenn man den Jägern immer wieder vorwirft, sie würden den Dialog verweigern. Den muss man ihnen nämlich erstmal anbieten.

  13. xibalba01 sagt:

    @Schrottie: Den Dialog habe ich schon vor einem Jahr angeboten, siehe erster und zweiter Absatz.

  14. xibalba01 sagt:

    Folgender Text stammt von Asco zur Veröffentlichung an dieser Stelle:

    Asco`s Easy Caching-Runde

    Die Idee zu dieser Runde entstand während eines Spazierganges in dem Wald, wo wir seit klein auf an regelmäßig spazieren gehen. Der Wald ist durchzogen von einem Hauptspazierweg, der an der L 124 beginnt und zum Heidmoorweg, einem Verbindungsweg von Harsefeld nach Issendorf führt. Um das Ganze zu einer Runde zu machen, nutzten wir auch die im Wald befindlichen, aber wenig bis gar nicht benutzten, aber vorhandenen und auch erkennbaren Wege. Die Verstecke der Caches befinden sich, bis auf zwei Ausnahmen, unmittelbar an den Wegen. Die Verbindung von Station VII zu Station VIII führt ca. 160 m ohne Weg durch den Wald, vorgesehen war allerdings der Umweg über den Radweg an der L 124 und dann wieder der Zugang an dem eingangs geschilderten Hauptweg. Bei zwei Stationen war etwas versteckt an den dort vorhandenen Jägerstühlen.
    Obwohl diese Runde nach Cachermaßstäben wirklich nichts außergewöhnliches ist, setzte nach Veröffentlichung am 12.3.10 ein regelrechter Run ein. Ein Cacher, in dem Bestreben, FTF`s zu machen, war noch in der Nacht nach der Veröffentlichung da (das blieb aber bis heute die Ausnahme, in der Regel liegt der Schwerpunkt auf den Wochenenden). Besonders sprach diese Runde u.a. Familien mit Kindern an. Reizvoll letzlich auch, 10 Caches auf relativ eng begrenztem Raum zu finden. Die Verstecke reichten von leicht bis tricky. Bis heute wurden die einzelnen Stationen von jeweils ca. 70 Cachern geloggt. Mittlerweile hat sich das Ganze normalisiert.
    Irgendwann war an Station 5 die Dose weg, auch die Ersatzdose war wieder nach einigen Tagen weg. Durch Logeintragungen und persönliche Berichte erfuhr ich, daß sie wohl verschiedentlich auf Jäger getroffen wären, die ihnen das Betreten des Waldes verboten hätten, z.T. mit fadenscheinigen, vorgeschobenen und, nach Rechtslage, unzutreffenden Argumenten.
    Das Ganze gipfelte dann in einer Begegnung mit einer Cacherin, die fotografiert, und der eine Anzeige angedroht wurde. Ferner stellte ich bei einer Kontrollrunde fest, daß an einigen Stationen die Dosen, bzw. das Häschen (das als Versteck diente) fehlte, dafür aber an verschiedenen Stationen sogenannte Merkblätter lagen. Der Jagdausübungsberechtigte drohte, falls er nach dem 15.4.10 noch Logeintragungen vorfinden würde, Anzeigen an und verbot grundsätzlich das Betreten des Waldes. Der Inhalt des Schreibens erfüllt m.E., das wurde mir auch von kompetenter Seite bestätigt, fast den Straftatbestand der Nötigung.
    Nichtsdestoweniger suchte ich das Gespräch mit dem Jagdausübungsberechtigten (es handelt sich um Staatsforst) und archivierte danach sechs von den zehn Caches, einfach um guten Willen zu zeigen. Mir liegt grundsätzlich nichts an Konfrontation.
    Nach Rücksprache mit kompetenten Stellen wurde mir meine Auffassung klar bestätigt, daß der Jagdausübungsberechtigte hier absolut rechtswidrig handelt. Das im Landeswaldgesetz § 23 festgeschriebene Betretungsrecht räumt dem Erholungswert grundsätzlich den gleichen Stellenwert ein, wie den Interessen des Jagdausübungsberechtigten (der ja nicht Eigentümer ist, sondern von der Forstverwaltung lediglich das jagdliche Recht zugesprochen bekommen hat).
    Mir ist nicht bekannt, daß z.B. vermehrt Wild aufgescheucht und auf die Fahrbahn gelaufen wäre, es wurde auch nichts kaputt gemacht, letzlich ist es einfach so, daß der Jäger bisher den Wald quasi für sich alleine hatte und nun plötzlich erhöhtes Spaziergeheraufkommen da ist, damit hat er seine Schwierigkeiten.
    Ich werde versuchen, mit den Erkenntnissen der Rechtslage im Rücken, noch einmal das Gespräch zu suchen. Das Hauptproblem ist letzendlich: Selbst wenn ich hier durchaus im rechtlich vertretbaren Rahmen gehandelt habe, könnte ich ihm kaum nachweisen, wenn er nach Wiederauslegen der Dosen, diese ständig wegsammelt. Aus diesem Grunde ist die Suche nach einem gemeinsamen vertretbaren Kompromiss m.E. das Beste.
    Fazit: Es ist gut, daß Xibalba01 dieses Thema aufgegriffen und zur Diskussion gestellt hat. In Anbetracht der ständig wachsenden Cachergemeinde dürfte der hier vorliegende Fall sicherlich auch kein Einzelfall bleiben, zumal in einschlägigen Jagd- und Forstkreisen das Cachen durchaus auch schon ein Thema ist.
    Mich würde die Meinung von anderen Cachern interessieren.
    Asco

  15. […] Von Asco habe zu meinem gestrigen Artikel eine Rückmeldung aus Sicht des Cacheversteckers bekommen. Um den Zusammenhang zu erhalten, habe ich den Text soeben als Kommentar in diesen Artikel eingefügt. […]

  16. D-Buddi sagt:

    irgendwann findet sich jemand der nicht so ruhig bleibt wie die hier Kommentierenden und dann sollte der Jäger zwei Dinge bedenken:

    1. Es gibt mehr Cacher als Jäger
    2. Sein Jägerstand ist vielleicht auch gefährdet.

    Das soll keine dumme Drohung sein sondern der Hinweis darauf das sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Dauer jemand findet der dumm genug ist dann vielleicht mal einen Jägerstand anzusägen…

    In Jägers Stelle wäre ich wirklich vorsichtig so dümmlich vorzugehen, könnte immer auch ein Bumerang werden der dann Jäger UND Geocachern schadet!

    Und nochmal, das soll keine wilde Drohung sein, das übernimmt der hohle Jäger in diesem Fall ja schon sondern einfach mal ein Gedankenanstoss das Deeskalieren vielleicht besser als eskalieren ist.

    Und das Argument Wildpflege ist immer gern genommen lieber Siggibär, aber den Bestand kann man auch mit anderen Mitteln pflegen, siehe Zoo…

    Wenn man schon gern auf lebende Ziele schiesst sollte man wenigstens dazu stehen und nicht noch so tun als sei man so einer Art Tierpfleger 8-/

  17. siggibär sagt:

    Ich sage ja auch gar nicht, dass es in der Jägerschaft nicht auch die eine oder andere Dumpfbacke gibt und dann mit fadenscheinigen Argumenten oder Drohungen versucht wird, die Spaziergänger in einem Wald einzuschüchtern bzw. aus diesem zu vertreiben.
    Das Thema ist noch älter als Geocaching und ist von Asco ja auch ausgiebig aus Sicht der entsprechenden Stellen geschildert und belegt worden, dass solche Drohungen nicht haltbar sind.
    Aber es geht auch nicht an, dass in dem Fall wir Geocacher pauschal gegen die Jäger wettern und meinen, dass diese das Wild „aus Jux und Dollerei“ abknallen! Dem ist nämlich nicht so – und eine Hege des Wildes in freier Wildbahn ist nicht mal eben so bewerkstelligt wie in Zoos! Ich erinnere mal an die Presseberichte von ausufernden Wildschweinrotten, die aufgrund von zu geringem Platz im Heimatwald immer dichter an und in besiedelte Gebiete heranrücken und dort schon ordentlich Schaden angerichtet haben! Ich weiß zumindest von Berichten aus Hamburg und Berlin. Und das passiert in der Regel dann, wenn die Population sich selbst überlassen wird und keine Regulierung stattfindet.
    Und wie Marco es schon geschrieben hat: Es ist wichtig, dass bei Problemen ein Dialog zwischen Cachern und Jägern, Förstern etc. stattfindet, damit diese einvernehmlich aus der Welt geschaffen werden können!

  18. Schrottie sagt:

    @xibalba: Schon klar, das bezog sich auch eher auf das „Gesetzewedeln“ von JoFrie, denn das führt letztlich zu nichts. Die Gesetze sind jedem bekannt, zumindest immer die Teile davon, die die eigenen Rechte beschreiben. Nur die eigenen Pflichten und die Rechte anderer werden eben gern vergessen.

    Deine Erfahrungen in Buxtehude sind da sicher auch gleich ein negatives Beispiel. Es geht aber auch anders. Erst nachher treffe ich mich mit einem ganz frischen Geocacher, der hat vor seinem ersten eigenen Cache den zuständigen Revierförster befragt und den Cachestandort geklärt bzw. „absegnen“ lassen. Nicht nur das hier ein Newbie gezeigt hat das nicht jeder sinnlos Dosen rauswirft, auch der Förster hat sich der Sache gestellt (und vor allem sogar Bedenken des Newbies ausgeräumt) so das der Cache nun liegt. Es geht also durchaus, wenngleich sicherlich nicht überall. Man darf eben nur nicht, und hier spiele ich auf niemanden persönlich an, in der Krawallmanier wie man sie aus dem grünen Forum kennt den Dialog suchen. Die Jäger/Förster/Waldnutzer sind ja letztlich in exakt der selben Situation wie wir selbst auch: Sie wollen den Wald für ihre Zwecke nutzen, stehen aber nun einer Fraktion gegenüber, die ebendies auch will. Und so feindlich wie die Stimmung allgemein gegen Jäger und Förster ist (und letztlich auch durch Berichte wie hier im Blog gehalten wird), so feindlich ist dann eben auch der Gegenwind. Alle Beteiligten, und da schließe ich die Geocacher eben keineswegs aus, rufen in den Wald hinein und vergessen dabei gern, das es gleichermaßen wieder herausschallt…

  19. xibalba01 sagt:

    Natürlich spielt in dem Artikel etwas Frust und damit auch eine gewisse Feindseligkeit eine Rolle. Aber zusammen mit RaZiHa laufen zurzeit auch schon Überlegungen, wann und wie wir hier ein Treffen mit den Jägern & Förstern hinbekommen.
    Apropos RaZiHa: Der war vor ein paar Tagen mit dem NaBu zusammen auf Schatzsuche und wird bei gc-fresh.de in den nächsten Tagen darüber berichten.

  20. FMercier sagt:

    Na, da muß ich mir ja besonders Gedanken machen und das schon etwas länger, als es das Geocachen gibt … ich RASE nämlich durch den Wald und das bei Nacht und Wind!!! und mit voller Beleuchtung!!! … mit meinem MTB – aber schön, das es die Wildunfälle erst „jetzt“ seit dem Geocachen gibt, so sind wenigstens nicht die Mountainbiker schuld 😉
    tut mir leid, ich kann an vielen Stellen der Argumentation nur kot…
    Jäger, die den Wald verbieten wollen, mein Weg zur Arbeit geht zu 40% durch den Wald und was soll ich Euch sagen:“da kommen mir oft LKWs entgegen!!!“ die transportieren abgesägte Baumstämme weg und machen Klopapier draus – man gut das das Wild vor sowas nicht flüchtet, sonst würden die viecher ja nie zur Ruhe kommen…
    In den Anfangszeiten des MTB booms wurde immer über Leute wie mich geschimpft, die würden ja den Waldboden beschädigen, jetzt sind eben mal die Geocacher dran und morgen vielleicht sogar die Förster selber, die ja auch immer munter und auch NACHTS(!!!) mit ihrem Forstwagen durchn Wald düsen…

  21. Asco sagt:

    Betr.Easy-Caching-Runde. Heute hatte ich ein gutes Gespräch mit dem Jagdausübungsberechtigten.Er räumte ein, durchaus überreagiert zu haben und entschuldigte sich dafür. Das fand ich überaus positiv. So kam es zu einem Austausch. Wir unterhielten uns ausführlich über das Spannungsfeld Jagd/Hege-und Pflege/Gefahren/Cacherinteressen.Zumindestens auf dieser Ebene vereinbarten wir für die Zukunft, beim Legen neuer Caches in seinem Zuständigkeitsgebiet, zunächst einen Abgleich der Interessen herbeizuführen. Das fand ich sehr gut. So konnten Emotionen aus der Situation herausgenommen und eine Basis für ein zukünftige Zusammenarbeit geschaffen werden. Daher halte ich auch die Klischeeaussagen wie „die wollen doch nur ihre Viecher abschießen“ für nicht gerade hilfreich. Das Thema ist, wie mir bekannt (unser Landtagsabgeordneter Helmut Dammann-Tamke, gleichzeitig Landesjägerpräsident und auch Jäger in unserem Bereich hat diesbezüglich wohl auch schon mit dem Nds.Umweltminister Sander gesprochen) schon in höheren Ebenen relevant. M.E. wird sich hier in der nächsten Zukunft diesbezüglich wohl auch noch einiges an Klärungsbedarf ergeben. Insofern erscheint mir ein Konfrontationskurs nicht unbedingt als der richtige. Andererseits stellt das Cachen mittlerweile einen so wichtigen Freizeitfaktor dar, daß man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.

  22. GOB-Crew sagt:

    Tagesordnung?! – Nie gehört. 🙂

  23. […] Guten Morgen, Jägerschaft Stade! | gc-fresh […]

  24. Maik Probst sagt:

    Schönen guten Tag ,
    Vermehrt sidn im Bereich Buxtehude Neuland , Hasen rudel !!
    und Reh Rudel im hinteren bereich (Ländlich) bis in die Häuserbegrenzungen Gelaufen .
    gibt es im Bereich Buxtehude Keine Jäger ?
    Heute Morgen 4 Hasen verjagt , 6 Rehe.
    waren direckt bei uns im Garten allesammt…
    Ps: Straße 2 Meter daneben
    mfG

    M.P.

  25. ausLKstade sagt:

    ich sitze gerade auf meiner terasse. (ziemlich abgelegenes haus/Siedlung)
    es ist kurz nach 2200
    glücklicherweise sitze ich hier und konnte die Ankunft der „cacher“(sagt man das so?) verfolgen. hätte ich schon im bett gelegen hätte ich die nestelei direkt am haus auch für einen einbruchversuch halten können (wäre nicht der erste hier..) und entsprechende Reaktionen meinerseits wären die folge.
    jedem sein Hobby, aber: ich bitte in eurem eigenen interesse darum fremden besitz zu respektieren. (neben häusern sind auch wald/Ackerland etc meist kein gemeinschaftseigentum…)
    ich gönne euch das Hobby wirklich, aber wenn jemand spät abends/nachts (die family ist ja noch zu fuss unterwegs) um fremde häuser schleicht hört der spass auf.(mal abgesehen von der vorbildfunktion für die kinder…fremdes Eigentum ist kein grosser Abenteuerspielplatz….

  26. admin sagt:

    Um welchen cache handelt es sich denn? Es gibt bei solchen Belästigungen immer die Möglichkeit sich über die Seite geocaching.com zu melden und damit dem Cache-Besitzer zu sagen: so gehts nicht, ich fühle mich gestört. Natürlich kann man auch mich dazu ansprechen und ich schaue ob ich da etwas machen kann.

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